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  • Claudia Brühwiler

Tagung "Diversity & Inclusion" an der HSG

Zum zweiten Mal organisierte die Executive School der HSG eine Tagung zu "Diversity & Inclusion", im Rahmen derer Professor Chris Steyaert mit seiner Kollegin von der KU Leuven, Maddy Janssens, ein Projekt zu neuen Diversitätspraktiken vorstellte. Fazit: Organisationen sollten öfters zum Tanz bitten.

"TORNAR", eine Tanzproduktion des belgischen Choreographen Seppe Baeyens stellt sich der Frage, wie Gemeinschaft entstehen kann. Am Anfang steht Zerstörung: Nach einem Tornado müssen sich die Menschen neu organisieren und wieder zueinander finden. Statt die alten Hierarchien zu replizieren, wagen sie in Baeyens' Stück indessen Neues. Tänzer und Tänzerinnen im Alter von 8 bis 92 Jahren, teils ausgebildet, teils völlige Amateure, probieren neue Beziehungskonfigurationen aus, Rollen werden getauscht und Machtgefälle zerstört. Der gesetzte ältere Herr folgt dem Beispiel der Kinder genau so, wie der Profitänzer die Bewegungen der Rollstuhlfahrerin nachzuvollziehen versucht.

In der Analyse von "TORNAR" identifizieren Steyaert und Janssens drei Praktiken, die sie in anderen Kontexten ebenfalls anregen würden:

- MIXING: Jeder, jede kann tanzen - dieses Credo nimmt Baeyens ernst und mischt sein Ensemble.

- INVERTING: Hierarchien werden ausgeblendet - auch in Schwächen wird eine Qualität erkannt.

- AFFIRMING: Die neue Normalität wird in einem steten Prozess bekräftigt.



Baeyens neuste Produktion, "INVITED", führt diese Ideen noch weiter und macht das Publikum zum Akteur, womit auch die Hierarchie zwischen Zuschauern und Tänzern aufgelöst wird.


Beim Tagungspublikum stiess die Arbeit Baeyens' sowie die Forschungseinsichten von Steyaert und Janssens auf grosses Echo - und Emotionen. Tanz bewegt. Auch in der Wissenschaft und vielleicht auch bald in anderen Bereichen.


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